Juristischer Doppeldreisatz

Juristen können offenbar nicht ohne Tagessatz.

Schäpe: […] Die Staatsanwaltschaft geht offenbar bei Marco Reus von einem monatlichen Nettoeinkommen von 180 000 Euro aus, der Tagessatz beträgt also 6000 Euro. Das hochgerechnet auf drei Monatsgehälter, also 90 Tage, ergibt 540 000 Euro.

Was müsste jemand aus unteren Gehaltsklassen im Vergleich zahlen?

Schäpe: Wenn man davon ausgeht, dass jemand ein monatliches Netto von 1200 Euro hat, dann läge der Tagessatz bei 40 Euro, multipliziert mit 90 kommt man auf 3600 Euro.

Wenn normale Menschen aus einem bekannten Monatsgehalt drei Monatsgehälter errechnen, bedienen sie sich einer archaischen Kulturtechnik, der „Multiplikation“. Im konkreten Fall mit einer sogenannten 3.

Die Technik wird in aller Regel von Zweitklässlern als gut handhabbar eingeschätzt.